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4 Mai, 2017 - 12:28 -- noopsta
Ihr hörgeräte

Auf dem neuen Onlineportal www.ihr-hörgerät.de finden Sie Information zu Ihrer Hörsituation und Unterstützung bei der Beratung zum Thema Hörgeräte.
Die Plattform beinhaltet zudem einen umfangreichen Hörgeräte-Berater, einen Online-Hörtest und eine Akustikersuche. Wer sich mit den Themen Kostenübernahme von Hörgeräten, Tinnitus und Hörverlust auseinander setzten möchte, ist auf ihr-hörgerät.de genau richtig.

Hörgeräte und Lebensqualität

Das Hören kann aufgrund verschiedener Begebenheiten eingeschränkt sein. Weil unser Gehör einer der wichtigsten Sinne ist, macht sich bereits ein leichter Verlust im Alltag bemerkbar. Abhilfe schaffen Hörgeräte. Ein Hörgerät passt sich an die individuellen Bedürfnisse und Wünsche des Trägers an. Es hilft Schwerhörigen wieder besser zu hören und kann zudem im Bereich von Design, Trageweisen, Funktionen oder Bauformen individuell gestaltet werden. Wie das Hörgerät letztendlich auch aussehen wird- ein Besuch bei einem Hörakustiker gehört immer dazu. Der Hörakustiker berät seine Kunden ausführlich und stellt das jeweilige Hörgerät so ein, dass es auf den jeweiligen Hörverlust optimal eingestellt ist, um Nebengeräusche zu reduzieren und den Hörgewinn zu maximieren. Hörgeräte sind für Schwerhörige ein nicht wegzudenkendes Wunder- erfahren Sie hier mehr über die kleinen, unscheinbaren Geräte hinter dem Ohr, oder, ganz diskret, manchmal sogar im Ohr.

Die Geschichte des Hörgerätes

Ein gutes Gehör hilft uns nicht nur dabei, das Leben in all seinen Facetten wahrzunehmen, Musik zu hören, Filmen ohne Untertiteln zu lauschen und Gespräche zu führen. Primär soll es uns evolutionär bedingt vor Gefahren schützen. Immerhin war es früher wichtig, das Herannahen eines Säbelzahntigers oder eines Beutetieres möglichst schnell zu erkennen. Schon zu dieser Zeit strebten unsere Vorfahren nach einer Verbesserung ihres Hörvermögens. Dafür haben sie Büffelhörner genutzt und auf diese Weise ihre Ohrmuschel vergrößert.

Durchbruch im 20. Jahrhundert

Das Prinzip der vergrößerten Ohrmuschel für ein optimiertes Hörvermögen wurde erst mit der Erfindung des Telefons und dem damit einhergehenden Klangverstärker abgelöst. Allerdings waren die Geräte viel größer als heutige Hörgeräte und wiesen die Funktionen eines Fernsprechers auf: Durch einen Hörer wurde der vom Mikrofon eingefangene Schall ausgegeben. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden die Hörgeräte schließlich so klein, dass man sie dauerhaft hinter dem Ohr befestigen konnte.

Smarte Verknüpfungen von Hörgeräte

Heutzutage sind die grundlegenden Ansprüche eines Schwerhörigen an sein Hörgerät weitgehend abgedeckt. Dennoch steht die Forschung nicht still und entwirft stattdessen verschiedene Methoden, das Hörgerät durch Internet mit anderen Geräten, wie beispielsweise dem Smartphone oder der Stereoanlage, zu verbinden.

Wie funktioniert ein Hörgerät?

Hörgeräte streben danach, die akustische Wahrnehmung zu optimieren. Dafür bedienen sie sich an einigen grundlegenden Funktionen. So gibt es ein kleines Mikrophon an jedem Gerät, dass den Schall aufnimmt und in elektrische Signale verwandelt. Der Verstärker verstärkt die vorhandenen Geräusche und versucht, jegliche Nebengeräusche herauszufiltern, sodass der Schwerhörige die eigentliche Klangquelle bestmöglich hört. Am Ende der Reihe steht ein Empfänger. Dieser nimmt die elektronischen Signale und verwandelt sie erneut in akustische Signale. Durch den Computer des Hörgerätes wird die Verstärkung des Signals an die Hörbedürfnisse des Schwerhörigen angepasst. Gerade ältere Menschen weisen zum Beispiel einen Hörverlust im Bereich der höheren Frequenzen auf. Hier sorgt der Computer dafür, dass eben diese Frequenzen in ihrer Lautstärke erhöht werden.

Neben den grundlegenden Funktionen gibt es mittlerweile weitere, die das Hören mit einem Gerät noch mehr erleichtern sollen. So hat die Forschung Hörgeräte hervorgebracht, die Stör- sowie Windgeräusche und den Nachhall in großen Räumen beseitigen und auf diese Weise den Sprachgebrauch vereinfachen. Einige Geräte verhindert durch Rückkopplungsmechanismen das für ältere Modelle übliche Pfeifen. Hörgeräte können sogar Impulsgeräusche als solche wahrnehmen, wie beispielsweise eine zuschlagende Tür. Diese werden gedämpft, während Klängen in sehr hohen Frequenzen eine tiefere, hörbare Frequenz zugeordnet wird. Durch ein Richtmikrophon hören Betroffene, wie die Worte ihres Gesprächspartners aus der Geräuschkulisse herausgefiltert werden und deutlich bei ihnen ankommen.

Welche Typen von Hörgeräten gibt es?

Damit eine Hörminderung optimal durch ein Hörgerät ausgeglichen wird, ist der Besuch bei einem Hörakustiker unausweichlich. Diese sind mit ihren Geräten vertraut und können dem Klienten den besten Vorschlag unterbreiten. Letztendlich wird jedoch vor allem zwischen drei Typen von Hörgeräten differenziert: Zwischen analogen sowie digitalen Geräten und zwischen Knochenleitunsghörgeräten.

Analoge sowie digitale Geräte

Heutzutage sind vor allem digitale Hörgeräte weit verbreitet. Sie funktionieren insgesamt ähnlich wie ein analoges Hörgerät. Allerdings wandeln sie die Geräusche nicht in ein elektrisches Signal um, sondern in ein Digitales. Die grundlegenden Komponenten wie Mikrophon, Verstärker, Empfänger und Computer sind vorhanden. Der Computer ermöglicht verschiedene Konfigurationen und Hörprogramme. Der Träger kann, abhängig von der Situation, eins der Programme aktivieren und auf diese Weise genau das hören, was er hören möchte. Darüber hinaus haben digitale Geräte Funkverbindungen, die eine Verknüpfung mit dem Handy erlauben. Telefonate oder Musik lassen sich so in besserer Qualität wahrnehmen.
Ein analoges Gerät verstärkt den ankommenden Schall, wandelt ihn zunächst in ein elektrisches Signal und dann wieder in ein akustisches, wie bereits oben beschrieben.

Knochenleitungshörgeräte

Knochenleitungshörgeräte arbeiten mit Vibrationen und nicht mit Schall. Sie werden auf dem Schädelknochen im hinteren Bereich des Ohres getragen. Die Vibration gelangt so direkt ins Innenohr. Bei einigen Geräten wird die Elektronik auch an den Brillenbügeln befestigt.

Wie erkenne ich eine Hörschwäche?

Die abnehmende Leistung des Gehörs ist im Laufe des Alltags eine normale Erscheingung. Aber schon in jüngeren Jahren kann das Ohr, zum Beispiel durch laute Musik, geschädigt sein. Weil Hörgeräte die Lebensqualität deutlich vergrößern und das Gehirn bei einem langfristigen Hörschaden zudem verlernen kann, die jeweiligen Frequenzen trotz Hörgerät jemals wieder wahrzunehmen, ist ein zügiges Handeln wichtig. Ein Hörverlust lässt sich auf verschiedene Weise feststellen. Am sichersten ist eine Kontrolle bei einem HNO-Arzt. Mittlerweile gibt es jedoch auch bereits Online-Hörtests, die Aussagen über das Hörvermögen treffen können. Wurde ein Hörverlust festgestellt, ist ein Hörakustiker aufzusuchen.

Für den Termin bei dem Hörakustiker sollte man sich etwas Zeit nehmen. Der Besuch dauert gerade bei den ersten Terminen ungefähr eine Stunde. Zunächst schaut sich der Hörakustiker das entsprechende Rezept des HNO-Arztes an. Der Hörtest wird wiederholt. Im Rahmen der Beratung erfragt der Hörakustiker die Bedingungen, die der Klient an sein baldiges Gerät stellt. Er stellt verschiedene Modelle vor, bespricht die Vor- und Nachteile sowie die Kosten. Bei einem weiteren Termin erhält der Klient schließlich eins der ausgewählten Modelle. Er darf es in der Regel eine Woche zur Probe tragen. Diese Zeit soll ihm die Entscheidung zwischen den Modellen erleichtern. Zuvor bekommt der Klient eine Einweisung und das Gerät wird auf seine akustischen Bedürfnisse mittels verschiedener Tests eingestellt. Die Gewöhnung an ein Hörgerät braucht jedoch seine Zeit. Deswegen sollte man nicht enttäuscht sein, wenn das akustische Ergebnis zunächst anders ausfällt als erwartet.